Vita

 

Jahrgang 1956. Sozialisiert als Wirtschaftswunderkind, pubertärer Nachläufer der Achtundsechziger und beschwingter Vorläufer der Punks. Nach diversen Umzügen (Frankfurt am Main, Bamberg, Hanau, Ratzeburg, Karben, Frankfurt, München) wohnt er abwechselnd in Berlin und München. Ein Studienabbruch (Germanistik) und ein Abschluss (Sozialarbeit) hatten keine weiteren Folgen. Mit viel Glück bekam er ein Volontariat bei der taz, war eine Zeit lang freier Mitarbeiter beim Fernsehen des Hessischen Rundfunks, danach Redakteur der Umweltmagazine Chancen und natur.

In den späten 1990er- und 2000er-Jahren arbeitete er für Die Welt als Kommentator und Kolumnist. Die Chefredaktionen von Cicero und Die Weltwoche engagierten ihn als Berater. Für zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender im deutschsprachigen Raum schrieb er als freier Autor zumeist über Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Von 2010 bis 2014 leitete er das Ressort „Wissen“ beim Magazin Focus. Von 2014 bis 2022 war Miersch Geschäftsführer für Kommunikation und Bildung bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Er ist Mitglied im PEN Berlin.

Er schrieb 16 Bücher (u.a. Eichborn, Rowohlt, Piper, Random House, Tiamat) und war Autor von 20 Dokumentarfilmen für die ARD. Seine Reportagen entstanden in Dutzenden Ländern auf allen Kontinenten.

Miersch war Mitbegründer des Autorenblogs „Die Achse des Guten“. 2015 trat er als Herausgeber und Miteigentümer zurück, da aus seiner Sicht die anderen beiden Eigentümer sich von der liberalen Ausrichtung des Weblogs abgewendet hatten und immer häufiger Beiträge national-konservativer und rechtspopulistischer Autoren veröffentlichten.

Vita von Michael Miersch in Wikipedia
Porträtfotos zum Download

 

„Das ist Auftragsjournalismus im Interesse der Wirtschaft.“
Jakob Augstein

„Springers ausgewachsener taz-Volontär.“
Hermann L. Gremliza

„Beherzt gegen die Mode, gegen den Strich.“
Wolf Schneider

„Wie schön, dass es so couragierte Journalisten gibt.“
Christel Sembach-Krone (Circus Krone)

 

Gemeinsam mit verschiedenen Co-Autoren (u.a. Josef Joffe und Dirk Maxeiner) schrieb Miersch zehn Bücher, von denen einige Bestseller wurden.

1996: Öko-Optimismus (Wissenschaftsbuch des Jahres)

1998: Lexikon der Öko-Irrtümer (SPIEGEL-Bestsellerliste)

2000: Life Counts – Eine globale Bilanz des Lebens (Wissenschaftsbuch des Jahres, ZEIT-Bestsellerliste). Life Counts wurde unter anderem in Nordamerika, Südamerika und China verlegt.

2001: Das Mephisto-Prinzip (ZEIT-Bestsellerliste)

2002: Die Zukunft und ihre Feinde. – Wie Fortschrittspessimisten die Gesellschaft lähmen.

2007:  Schöner Denken. – Wie man politisch unkorrekt ist

2008: Biokost und Ökokult. – Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt.

2008: Frohe Botschaften – über den alltäglichen Wahnsinn

2010: Früher war alles besser – Ein rücksichtsloser Rückblick

2014: Alles Grün und gut? Eine Bilanz des ökologischen Denkens

2022: Schöner Denken 2 – 99 Phrasen für die geistige Inneneinrichtung der Nation

Als alleiniger Autor:

1999: Das Bizarre Sexualleben der Tiere. Ein Lexikon von Aal bis Zebra

2012: Zwischen Tieren. Von flirtenden Fischen, lüsternen Lurchen und verliebten Vögeln (Illustrationen: Claudia Bernhardt)

2012: Die Hippies haben gewonnen. Wie der deutsche Konsens zustande kam (eBook)

2012: Ein Schwabinger Monolog (eBook)

2023: Einmal Freiheit und zurück – Mein schönes Leben zwischen Kaltem Krieg und Klimakatastrophe

 

Preise: Journalistenpreis der Game Conservancy Deutschland (2013), Premio Gorila (2013, vergeben von der Loro Parque Fundación, Teneriffa), InnoPlanta-Preis (2010), Silbermedaille des Naturfilmfestivals „Naturale“ (2007), Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (2005), Preis „Lesen für die Umwelt“ (2003, vergeben von der Deutschen Umweltstiftung), Wissenschaftsbuch des Jahres (2000, vergeben von Bild der Wissenschaft), Preis für hervorragende Umweltkommunikation (1997, vergeben vom Kommunikationsverband Bayern), Wissenschaftsbuch des Jahres (1996, vergeben von Bild der Wissenschaft), Bestes Kindersachbuch des Jahres (1996, vergeben von der National Science Teachers Association, USA), Informedia Preis für Wirtschaftsjournalismus (1994), Friedrich Vogel Preis für Wirtschaftsjournalismus (1993).

 

Filme (Auswahl)
Und ewig sterben die Wälder
Zusammen mit Tobias Streck. 52 Minuten arte und BR, 2011.
Die Waldsterbensangst der 80er Jahre und was daraus wurde.

Ein Wald voller Gespenster
Kamera und Regie: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2009.
Über Forscher und Lemuren auf Madagskar.

Serengeti hinter den Deichen

Kamera und Regie: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2007.
Wie große Wildtiere Landschaften verändern.

Ach du lieber Hirsch
Kamera und Regie: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2005.
Über die innigen Beziehungen von Menschen und Rothirschen.

Durch’s wilde Korsika
Kamera und Regie: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2004.
Ein Streifzug durch die Natur Korsikas.

Tierische Untermieter

Kamera und Regie: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2003
Wie Wildtiere die Industrielandschaft erobern.

Tiger, Bauern und Touristen
Regie: Hiltrud Jäschke, Kamera: Devlin Bose, MDR, 2001
Wie indische Dorfbewohner mit dem Naturschutz umgehen.

Gottes liebste Kreatur
Kamera: Gerd Weiss. 45 Minuten, arte und WDR, 2001
Schafe in Religion, Kultur und Küche.

Reporter der Schöpfung
 (Vierteilige Reihe)
Kamera: Gerd Weiss. Viermal 45 Minuten, WDR, 1997
Eine Kulturgeschichte des Naturfilms.

Kundschafter im Tierreich
(Sechsteilige Reihe)
Kamera: Gerd Weiss. Sechsmal 30 Minuten, WDR, 1995
Porträts von Verhaltensforschern und ihren Tieren.

 

Print
Veröffentlichungen in über siebzig europäischen Zeitungen und Zeitschriften.
Auswahl:
 Bild, brand eins, Brigitte, Cicero, Emma, Financial Times Deutschland, FOCUS, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Frankfurter Rundschau, Geo, Merian, Merkur, Der Spiegel, SZ-Magazin, die tageszeitung, The Wall Street Journal, Die Welt, Die Weltwoche, Die Zeit.

Bücher (Auswahl)